JAC hat die Chengdu Motor Show genutzt, um den überarbeiteten Innenraum des Pick-ups T9 PHEV zu zeigen, und das Interessanteste am Armaturenbrett ist nicht der Bildschirm. Es ist die Reihe von Kippschaltern darunter.
Ein Block physischer Bedienelemente ist 2026 ein Argument, mit dem man aufmacht. Da ist die Branche gelandet.
Die Kabine ist zweifarbig gestaltet und stellt helle cremefarbene Polster und Zierteile dunklen Flächen des Armaturenbretts gegenüber, mit metallischen und verchromten Akzenten sowie Ambientelicht unter dem Armaturenbrett und entlang der Türverkleidungen. Das wirkt eher wie ein Mittelklasse-SUV als wie ein Pick-up, und genau in diese Richtung schiebt JAC den T9 seit dem Marktstart, es ist also kein plötzlicher Kurswechsel.
Die Architektur des Armaturenbretts ist neu. Ein großer zentraler Touchscreen sitzt hoch und im Blickfeld des Fahrers, ein separates digitales Kombiinstrument steht hinter dem Lenkrad, und der Bildschirm ist in die Struktur integriert statt wie ein an die Mittelkonsole geschraubtes Tablet hervorzustehen. Zwei kräftige Luftausströmer flankieren die Konsole, dazwischen sitzt der Warnblinkschalter. Unter dem Bildschirm liegen die Kippschalter und weitere physische Bedienelemente, darunter eine neu gestaltete Mittelkonsole mit mehr Metallzierrat und überarbeitetem Wählhebel.
Zur Einordnung des Sprungs: Der aktuelle T9 nutzt einen 10,4-Zoll-Touchscreen mit kabellosem Apple CarPlay und Android Auto sowie ein 7-Zoll-Kombiinstrument, dazu lederbezogene Sitze, Sitzheizung vorn, induktives Laden, Ambientelicht und eine 360-Grad-Kamera in der neuseeländischen Ausstattung. Die neuseeländische JAC-Organisation verbaut zusätzlich einen Pie-Wärmer und einen Getränkekühler, weiterhin eine der marktspezifischsten Ausstattungen im Segment.
Der Bildschirm im Messefahrzeug ist deutlich größer, wobei JAC weder die Diagonale noch Auflösung oder Prozessor genannt hat. Messeinnenräume sind zudem nicht immer Serieninnenräume. Bedienelemente, die einen Ausstellungsstand überleben, überleben nicht automatisch eine Kostenprüfung, und genau solche Kippschalter werden zwischen Premiere und Verkaufsraum gern durch eine haptische Leiste ersetzt.
Trotzdem passt die Richtung zu dem, was Käufer in diesem Segment immer wieder sagen. Ein Pick-up wird mit Handschuhen bedient, bei Regen, auf Waschbrettpisten, und Touchscreens sind in allen drei Fällen schlecht. Harte Bedienelemente für Klima und Fahrmodi zu behalten ist eine Produktentscheidung, keine nostalgische, und so etwas taucht in der Kundenzufriedenheit noch auf, lange nachdem die Farbe der Innenausstattung keine Rolle mehr spielt.
JAC hat für den überarbeiteten T9 PHEV weder Leistung noch Batteriekapazität oder elektrische Reichweite veröffentlicht und nannte auf der Messe, die am 30. August endete, keinen Termin für den Marktstart.